Temperatur und Luftfeuchtigkeit

In den Regenwäldern Papua Neuguineas herrscht das Ganze Jahr eine sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit. Um dieses Klima in einen Terrarium zu realisieren dürfen die Lüftungsflächen nicht sehr groß sein, da die Feuchtigkeit sonst sehr schnell wieder entweichen würde. Ein Terrarium von der Stange kann nicht ohne Anpassung für Morelia Viridis verwendet werden, da die Lüftungsflächen bei diesen Terrarien meißt recht groß sind. Zu kleine Lüftungen können Staunässe und Schimmel verursachen. Bevor ein Tier in sein neues Terrararium einziehen kann muss es einige Wochen unter Kontrolle der Temperatur und Luftfeuchtiggkeitswerte eingefahren werden, ggf. können in dieser Zeit die Lüftungsflächen angepasst werden. Mehr dazu finden sie im Bereich Werkstatt.

Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium lässt sich nicht genau einstellen , sie sollte sich vielmehr in einem gewissen Bereich bewegen. In meinen Terrarien fällt sie nie unter 60 % und erreicht zeitweise 100 %, das ist der Bereich indem sie sich bewegen sollte. Um eine Luftfeuchtigkeit von circa 100 % zu erreichen besprühe ich morgens mit einer Druckpumpsprühflasche das gesamte Terrarium von innen (außer technische Geräte) mit heißem Leitungswasser. Es ist wichtig warmes oder heißes Wasser zu verwenden, da die Temperatur im Terrarium bei kaltem Wasser schlagartig abfallen würde. An den schnell beschlagenen Scheiben erkennt man, dass ansteigen der Luftfeuchtigkeit, nach einigen Stunden sollten die Scheiben aber wieder aufklaren ohne das sich Wassertropfen auf ihnen bilden. Der Bodengrund nimmt die Feuchtigkeit auf und gibt diese wieder an die Luft ab, bis zum nächsten Sprühen sollte er aber wieder getrocknet sein. Es ist wichtig die Entstehung von Staunässe zu vermeiden, dies kann zu Schimmelpilz- und Bakterienansammlungen führen, die für das Tier gefährlich werden könnte, hierbei kann es Beispielsweise zu Atemwegserkrankungen kommen. Die Schlange wird von mir mit ausreichend Abstand direkt besprüht, danach ist es oft zu beobachten, das sie die Wassertropfen von ihrer Haut aufleckt. Die Möglichkeit den Bewässerungsprozess zu automatisieren besteht natürlich auch, im Handel gibt es von einigen Anbietern Beregnungsanlagen. Ich bevorzuge aber die manuelle Methode, zum einen verwende ich dadurch frisches Leitungswasser und keines was eventuell schon einige Tage in einem Behälter steht und es gibt mir gleichzeitig die Möglichkeit einen Blick auf das Tier zu werfen.