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TGD Projekt 1 2010

Nach Zwei Jahren intensiver Vorbereitung und Zusammenstellung einer Zuchtgruppe Baumpython aus zwei Männchen und einem Weibchen die ihre Geschlechtsreife und Zuchtgewicht erreicht hatten, war es im August soweit. Die Temperaturen bei den beiden Männchen und dem Weibchen waren ca. einen Monat lang abgesenkt. Sowohl Ambrosius als auch Lysander durchstreiften Nachts ihr Terrarium auf der Suche nach einem Weibchen und hatten die Nahrungsaufnahme eingestellt. Wie geplant wurde als erstes Ambrosius zu Eulalia in das Terrarium überführt. Leider bemerkte ich schon nach sehr kurzer Beobachtungszeit, dass die beiden Tiere scheinbar nicht daran interessiert waren sich zu Paaren. Ambrosius durchstreifte Eulalias Terrarium , aber den Bereich in dem sich Eulalia aufhielt mied er. Auch Eulalia schien die Anwesenheit eines Männchens nicht sonderlich zu interessieren, sie begab sich wie jeden Abend in Lauerstellung und wartete geduldig auf Futter. Beide Tiere verbrachten die Nacht zusammen im Terrarium, am nächsten Morgen lag sie an der selben Stelle wie immer und er auf der anderen Seite. Das war sehr ernüchternd und ich war froh Greg Maxwells Rat aus seinem Buch befolgt zu haben, nicht nur ein Männchen für ein Zuchtprojekt zur Verfügung zu haben. Ambrosius habe ich noch am selben Morgen wieder in sein Terrarium gesetzt.

Zwei Tage Später, am 19. August habe ich dann Lysander kurz bevor die Lichter in den Terrarien ausgehen zu Eulalia gesetzt. Es war sofort ein Unterschied zu erkennen, er kroch zielstrebig zum Weibe und schon kurze Zeit nachdem das Licht aus war konnte man beobachten, dass die Schwänze beider Tiere eng umschlungen waren. Von nun an konnte ich fast jede Nacht Paarungen beobachten, eine eindeutige Kopulation das erste mal am 22.August. Am 12. September hat Eulalia die Nahrungsaufnahme eingestellt und Lysander gleichzeitig wieder Futter angenommen. Daraufhin habe ich sie getrennt. Auch ein weiterer Fütterungsversuch von Eulalia einige Tage später führte nicht dazu, dass sie Nahrung angenommen hat. Sie hat die Ratte zwar ergriffen, aber dann nach einigen Minuten einfach fallen lassen. Jetzt war ich mir sicher einen weiteren Teilerfolg erzielt zu haben denn eine Mahlzeit verschmäht hat sie noch nie. Am 20. September war eine deutliche Schwellung der Körpermitte zu sehen was bedeutet das sich die Follikel in ihr bilden. Der nächste Schritt auf dem Weg zum Baumpython Gelege ist die Ovulation, dieses Ereignis dauerte Zwei Tage ich konnte es am 11. und 12. Oktober beobachten.

Die Häutung vor der Eiablage hat am 7. November stattgefunden genau 14 Tage später hat sie 14 Eier gelegt.

Von den 14 Eiern war eines leider unbefruchtet, ich habe es aber vorerst seperat mit inkubiert. Innerhalb der Ersten Zwei Wochen konnte ich bei einigen Eiern veränderungen und Schimmelbildung feststellen, die Eier habe ich dann ebenfalls in einer separaten Box weiter inkubiert.

In 50 Tagen Inkubation musste ich insgesamt 5 Eier aussortieren, die verbliebenen 8 Eier habe ich an Tag 50 angeschnitten. In einem Ei fand ich einen voll entwickelten aber abgestorbenen Neonaten, die 7 anderen waren alle lebendig.


Am 10 und 11 Januar haben alle Tiere ihre Eischale verlassen, leider musste ich bei den meisten Schlupfhilfe leisten. Ein Neonat verstarb bereits nach 24 Stunden er war sehr klein und wog nur 4 Gramm, ein zweiter 48 Stunden nach dem Schlupf.

Bilder der Neonaten

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